Paderborn

Dynamische Stadt mit langer Tradition

Paderborn ist eine junge, dynamische Stadt – mit langer Tradition. Bischofsstadt, Hansestadt, Universitäts- und Computerstadt sind die Begriffe, mit denen der Besucher Paderborn fast zwangsläufig in Verbindung bringt. Überall in der Stadt und ihren Außenbezirken stößt man auf die Spuren von Tradition und Moderne. Ein Rekord für die Ewigkeit ist, dass hier der kürzeste Fluss Deutschlands entspringt, die Pader. Vom Quellgebiet in der Stadt mit über 200 Quellen, bis zur Mündung in die Lippe sind es nur 4 Kilometer. Natürlich ist der Fluss der Namensgeber dieser Stadt.

Paderborns Geschichte

Schon in den ersten Jahrhunderten ihres Bestehens war Paderborn stark von Kirche und Kaisertum geprägt. Bereits im Jahre 1011 wurde die Stadt aus der weltlichen Abhängigkeit des Kurfürsten und Erzbischofs von Mainz entlassen und zum reichsunmittelbaren Bistum erhoben.

1028 wurde Paderborn erstmals urkundlich als Stadt genannt und aus dem Jahr 1222 datiert die erste Urkunde mit einem Stadtsiegel. 1247 wurde Bischof Simon I. von Kaiser Friedrich II. als erstem Bischof der Titel Fürstbischof verliehen.

Im weltlichen Umfeld wurde Paderborn 1254 erstmals als Hansestadt (ab 1295 offiziell Mitglied) erwähnt und blieb es bis ins 16. Jahrhundert. In der Geschichte Paderborns fällt auf, dass die Stadt während des gesamten Mittelalters (über mehrere Jahrhunderte) mehrfach durch große Feuersbrünste zerstört wurde. Einige Großbrände erfolgten in sehr kurzen Abständen. Nach einem erneuten großen Stadtbrand im Jahre 1506 wurde klar, dass es offensichtlich an Löschmöglichkeiten fehlte und so wurde der Bau einer künstlichen Wasserversorgung (die Wasserkunst an der Dielenpader) beschlossen. Im Jahr 1523 verfügte die Stadt über ein eigenes Leitungsnetz, inklusive einer Pumpstation. Wenn man im Spätmittelalter von „Städten“ sprach, waren die Einwohnerzahlen im Gegensatz zu heute eher niedrig. Selbst in einer so bedeutenden Stadt wie Paderborn lebten im Jahr 1571 nur 5 400 Menschen. Diese Zahl reduzierte sich durch den Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) auf nur noch 500 Einwohner. Die Stadt wurde insgesamt 16 Mal belagert und eingenommen und durch Beschuss und Plünderung schwerstens beschädigt. 1614 wurde die Jesuitenuniversität gegründet. Sie galt bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1818 als älteste Universität in Westfalen.

Paderborn heute

Heute ist Paderborn aber auch eine aufstrebende Stadt mit modernen Institutionen und Einrichtungen. Die Universität (1972 neu gegründet), zahlreiche andere Bildungsinstitute und namhafte Unternehmen, teilweise von Weltrang, machen den Kreis Paderborn zu einer Wachstumsregion in Deutschland. Einen maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatte der Computerpionier Heinz Nixdorf. Mit der 1968 gegründeten NCAG (Nixdorf Computer AG) setzte Nixdorf über viele Jahre Maßstäbe in der mittleren Datentechnik. Das Unternehmen beschäftigte zeitweise bis zu 31 000 Mitarbeiter weltweit und erzielte 1988 einen Umsatz von über 5 Milliarden DM. Heinz Nixdorf starb 1986 auf der Computermesse Cebit an einem Herzinfarkt. 1990 wurde das Unternehmen von Siemens übernommen. Heinz Nixdorf legte den Grundstein dafür, dass sich Informationstechnik aus Paderborn weltweit einen Namen gemacht hat und hier das größte Computermuseum der Welt beheimatet ist.

Das älteste Volksfest in Paderborn - Libori

Das Liborifest gehört zu den ältesten Volksfesten in Paderborn und geht auf das Jahr 836 zurück, als die Reliquien des heiligen Liborius von Le Mans nach Paderborn geholt wurden. Das Liborifest dauert neun Tage und beginnt in der Regel am ersten Samstag nach dem 23. Juli. Den Höhepunkt der kirchlichen Feierlichkeiten bildet die Aussetzung des goldenen Schreins mit den Reliquien des heiligen Liborius am ersten Libori Samstag, eine feierliche, von Schützen begleitete Prozession mit dem Schrein durch die Stadt.

Die Kombination aus kirchlichen Feierlichkeiten und weltlichem Fest ist es wohl, die eine einmalige Atmosphäre in der gesamten Innenstadt erzeugt. Auch kulinarisch kommen die Feinschmecker hier auf ihre Kosten. Bereits einen Tag vor der offiziellen Eröffnung veranstaltet Sternekoch Elmar Simon in dem großen Riesenrad ein regelrechtes Gourmetfestival. Serviert und gespeist wird mit jeweils vier Personen in den Gondeln des Riesenrades. Das Riesenrad ist für diese Veranstaltung bereit in jedem Jahr mehrere Monate vorher ausverkauft. Zwei Kilometer Kirmesmeile sorgen neun Tage lang auf dem Liboriberg für abwechslungsreichen Kirmesspaß.

Impressionen aus Paderborn

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